Kollegiale Beratung

Verbunden mit dem Aufbau eines neuen Beratungskonzeptes ist die Arbeit an der Konturierung einer „Kollegialen Beratung zum Thema Gespräche/Interaktionen“. Dies versteht sich als Qualitätssicherung, ähnlich der Supervision im Beratungswesen. Es geht also nicht um den Aufbau von „Kollegialer Beratung“ an sich, sondern um ein Praxis-Forum zur Reflektion von Gesprächen. Diese Aufgabe bearbeitet zurzeit die Sektion „BIS“ (Beraten, Informieren, Schulen) der DG Pflegewissenschaft.

„Einen Strauß von Möglichkeiten schenken“
Im pflegerischen Berufsalltag und insbesondere im Kontext von Beratung und edukativen Aktivitäten kommt es immer wieder zu Situationen, die Unsicherheit hervorrufen und Fragen aufwerfen. Häufig müssen solche Probleme allein bewältigt werden; eine Ratsuche bei Kolleginnen und Kollegen erfolgt eher informell. Im Sinne der professionellen Reflexion und zur Qualitätssicherung sind hier strukturierte Konzepte gefordert. 

Kollegiale Beratung findet durch eine konstante, sich regelmäßig treffende Gruppe statt. Mit ihr bietet sich die Möglichkeit zur professionellen Bewältigung beruflicher Anforderungen auf der gleichen Ebene. Einem festen Ablaufschema folgend, werden Praxisfragen gemeinsam reflektiert und Lösungsmöglichkeiten entwickelt. Statt einen „externen Experten“ als Supervisor einzuladen, findet ein Austausch auf dem gleichen Erfahrungs- und Wissenshorizont statt. Ziel der Kollegialen Beratung ist es, gemeinsam Ideen zu entwickeln und eine Vielzahl von Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Rückfragen an Andreas Kocks andreas[punkt]kocks[at]uni[minus]wh[punkt]de

 
Kooperationspartner

Dr. Kim-Oliver Tietze
        (Diplompsychologe, Coach und Supervisor)
        www.kollegiale-beratung.de
Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft Sektion BIS
        Prof. Dr. Angelika Zegelin (Universität Witten/Herdecke)

 
Veröffentlichungen

Abt-Zegelin, A., & Schieron, M. (2012). Kollegiale Beratung in der Pflege: Von Kollege zu Kollegin. Die Schwester Der Pfleger, 51(01), 22-25.
Kapsch, K. (2014). Kollegiale Beratung: Beratung in der Pflege - mal anders Jukip(3), 71-77.
Kocks, A., Segmüller, T., & Abt-Zegelin, A. (2012). Kollegiale Beratung in der Pflege: Ein praktischer Leitfaden zur Einführung und Implementierung. Download
Tietze, K.-O. (2003). Kollegiale Beratung - Problemlösungen gemeinsam entwickeln. Reinbek: Rowohlt.

 
Tagungen

2015 "Ein Stück weiterkommen" – Starthelferschulung mit Dr. Kim-Oliver Tietze: Kollegiale Beratung in der pflegerischen Praxis in der DBfK Bundesgeschäftsstelle Berlin (16./17.04.2015 10.-12.06.2015) Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer.

2013 Kollegiale Beratung in der Pflege am Universität Universitätsklinikum Bonn in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft (27.09.2013)

2012 Kollegiale Beratung in der Pflege an der Universität Witten/Herdecke in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft (30.11.2012)

 
Materialien zur Tagung „Kollegiale Beratung in der Pflege“ erhältlich

Am 30.11.2012 fand die Tagung „Kollegiale Beratung in der Pflege“ der Sektion Beratung, Information, Schulung (BIS) der deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft statt. Im pflegerischen Berufsalltag und insbesondere im Kontext von Beratung und edukativen Aktivitäten kommt es immer wieder zu Situationen, die Unsicherheit hervorrufen und Fragen aufwerfen. Durch die Kollegiale Beratung bietet sich die Möglichkeit zur professionellen Bewältigung beruflicher Anforderungen auf der gleichen Ebene. Statt einen „externen Experten“ als Supervisor einzuladen, findet ein Austausch auf dem gleichen Erfahrungs- und Wissenshorizont statt, um gemeinsam Ideen und Lösungsstrategien zu entwickeln. Die Tagung bot eine Einführung in das Konzept der Kollegialen Beratung durch Herrn Dr. Kim-Oliver Tietze, einen der führenden Publizisten zum Thema Kollegiale Beratung in Deutschland. Daneben regten verschiedene Praxisbeispiele zu einem gemeinsamen Austausch über bisher gemachte Erfahrungen an.

Einen Bericht zur Tagung sowie einen von den Organisatorinnen verfassten „Leitfaden zur kollegialen Beratung“ finden Sie hier.